Ulmerinnen übernehmen Tabellenführung, Janine Berger wieder zurück

Janine Berger mit geglücktem Comeback in der 2. Bundesliga, Laura Jurca wird dritte in der Einzelwertung und die Kunstturnerinnen des SSV Ulm 1846 übernehmen überraschend die Tabellenführung vor dem Dresdner SC.

Die Karl-Rau-Halle in Heidenheim war am 14.10.17 schon zu Wettkampfbeginn der Kunstturnerinnen der 2. Bundesliga gut gefüllt, was sicherlich auch am Comeback von Janine Berger, der Olympiateilnehmerin von 2012 in London, lag. Am Stufenbarren gelang ihr auf Anhieb eine tolle Barrenübung mit der zweithöchsten Tageswertung die mit 12,25 Punkten bewertet wurde.

Nach dem Einturnen ging es zunächst an den Sprung, alle vier Turnerinnen vom Leistungszentrum Ulm hatten Ihre Probleme und nicht ganz saubere Sprünge. Timea Flaig startete mit (11,45 Punkte), Annika Drechsler (12,10), Evelyn Reisig (11,90), und Laura Jurca mit 12,55 Punkte erreichten genau 48,00 Punkte an diesem Gerät.

Als zweites ging es an den Stufenbarren, Jannika Greber startete am Barren, leider lässt ihr das Studium kaum Zeit fürs Training, so zeigte sie eine abgespeckte Übung die ihr 9,30 Punkte einbrachte. Als zweites ging nun Janine Berger an der Start, verständlicherweise sehr angespannt und nervös, konnte sie aber nervenstark eine tolle Übung zeigen. Die Erleichterung war riesengroß über das geglückte Comeback nach der langen Leidenszeit. Und mit 12,25 Punkten erreichte Sie auf Anhieb die zweithöchste Tageswertung am Barren.

Die sonst so sichere rumänische Spitzenturnerin Laura Jurca musste leider einmal vom Gerät, konnte aber trotzdem noch 11,25 Punkte erreichen. Ebenso ereilte auch Natalie Wolfgang einen Sturz es reichte noch für 8,95 Punkte. Die Ulmer Mädchen konnten aber mit insgesamt 41,75 Punkten den Stufenbarren an diesem Tag für sich entscheiden

Am Balken lief es nicht ganz rund, Laura Jurca (11,15 Punkte) musste einmal runter, Evelyn Reisig sogar zweimal (9,80), Annika Drechsler wackelte zwar, war aber heute stärkste Ulmer Balkenturnerin mit 11,30 Punkten, auch Natalie Wolfgang konnte mit 10,85 Punkten überzeugen. So standen am Ende 43,10 Punkte für den Balken zu Buche und da die Konkurrenz ebenso schwächelte, konnten die LZ Turnerinnen den Balken sogar deutlich für sich entscheiden.

Das abschließende Turnen am Boden war mit 44,95 Punkten ebenso in Ulmer Hand. Annika Drechsler mit soliden 10,95, Evelyn Reisig mit 10,75 und Natalie Wolfgang, die zum ersten Mal wieder an drei Geräten an den Start ging, mit 11,05 Punkten, zeigten ordentliche Leistungen. Beim Auftritt von Laura Jurca waren die Besucher der Heidenheimer Halle begeistert, eine sehr temporeiche ausdrucksstarke Darbietung der 18 jährigen, leider musste Sie ein paar Punktabzüge in Kauf nehmen, der Ihr nicht nur den Tagessieg an diesem Gerät kostete. Mit ein bisschen mehr Glück wäre auch der Tagessieg in der Einzelwertung drin gewesen. Dennoch mit 12,20 war es die zweithöchste Wertung am Boden.

Somit standen am Ende für die SSV Ulm Mädels 177,80 Punkten auf dem Tableau, was eigentlich nicht zum Tagessieg reicht. Aber da keine andere Mannschaft an diesem Tag stärker war, die TT Unterhaching-Ries mit 175,50 zweite, und die gastgebende Mannschaft aus Heidenheim mit 173,10 Punkten dritte wurde, feierten die Ulmerinnen nicht nur den Tagessieg, sondern übernahmen nun auch noch die Tabellenführung mit 26:2 vor dem Dresdner SC mit 22:6 Punkten.

Somit war natürlich auch Cheftrainer Gabor Szücs und Daniela Nicolai mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge zufrieden. In drei Wochen findet dann das Finale in Dresden statt, kann man sich oben behaupten, steigt man direkt in die erste Liga auf. Die Relegation um den Aufstieg, an der der Zweite und Dritte teilnimmt, ist wohl schon so gut wie sicher.

Bernhard Kotz

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