Bild (Isabella Arb): Daniel Radeanu verstärkte dieses Jahr den SSV Ulm 1846 in der 2. Bundesliga Süd und wird am Saisonende seine turnerische Karriere beenden.

Turner des SSV Ulm 1846 verlieren auch gegen Herbolzheim und steigen in die 3. Liga ab

Befreiungsschlag misslungen – Klassenerhalt verpasst

Es war alles angerichtet für die Turner des SSV Ulm 1846 beim letzten Heimwettkampf der Saison 2017 in der 2. Bundesliga Süd gegen den TV Herbolzheim, doch die „Spatzen“ konnten den Heimvorteil am Kuhberg nicht nutzen und unterlagen auch dem TV Herbolzheim mit 32:49. Dabei sprach eigentlich alles für die Gastgeber, die in den letzten beiden Wettkämpfen beim StTV Singen und gegen die TG Allgäu deutlich aufsteigende Form gezeigt hatten – zudem mussten die Gäste aus dem Breisgau die lange Anreise sowie den Ausfall eines weiteren Turners verkraften; Tibor Mellert weilt in Australien, wofür Oldie Philipp Häuber aus dem „Turn-Ruhestand“ zurückgeholt wurde.

Doch wieder einmal gelang ausgerechnet gegen den SSV Ulm 1846 den Gästen einer ihrer besten Wettkämpfe; sie machten wenig Fehler, während die Hausherren gegenüber den letzten Wettkämpfen erneut zu viele grobe Fehler einstreuten und dies auch noch ausgerechnet in strategisch wichtigen Momenten. Dies begann schon am Boden, als Stefan Häberle nach einer starken Übung den letzten Sprung auf dem Hosenboden landete und damit gegen den Franzosen Romain Gafanesch auf Herbolzheimer Seite 4 Punkte verlor, wo ein Unentschieden durchaus möglich gewesen wäre.

Am Pauschenpferd dagegen holte man nahezu das Optimum heraus – Nils Greber, Daniel Radeanu und Stefan Häberle holten 13 Zähler, während Matthias Mayer gegen den starken Franzosen Fabio Barzasi 4 Zähler abgeben musste. Umgekehrtes Bild dann wieder an den Ringen – Dennis Fritz und Nils Greber patzten und so konnte Herbozheim zur Pause mit 20:17 in Führung gehen. Am Sprung spielten die Gäste ihre Stärken aus (9:4) und zogen weiter davon – mit den erneut nicht stabilen Darbietungen an Barren (4:11) und Reck (7:9) war dann die Entscheidung gefallen und der SSV Ulm 1846 muss in der kommenden Saison für die 3. Liga planen.

Zwar steht noch der letzte Wettkampf beim Tabellenzweiten TSV Pfuhl aus, doch selbst bei einem nicht zu erwartenden Sieg in Pfuhl spräche das Verhältnis der Gerätepunkte eine deutliche Sprache zu Gunsten des TV Herbolzheim, so dass die Ulmer keine Chance mehr haben, die rote Laterne abzugeben.

Es war damit der Abend der Abschiede: Der SSV Ulm 1846 verabschiedet sich nach über 15 Jahren wieder einmal aus Liga 2, der TV Herbolzheim löst am Saisonende sein Team mangels Nachwuchs auf und Hallensprecher Rainer Stuber hielt eine bewegende Abschiedsrede für Ulms rumänische Verstärkung Daniel Radeanu, der am Saisonende ebenfalls seine Karriere beendet und sich auf seine Trainerlaufbahn im elsässischen Straßbourg konzentrieren wird, wofür wir ihm viel Erfolg wünschen.

Michael Arb

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