Drei Württembergische Titel gehen im TeamGym nach Erbach

Am 28. 04. 2018 fanden in Möglingen die Offenen Württembergischen Meisterschaften im TeamGym statt. Vom TSV Erbach gingen fünf Mannschaften, vier weibliche und ein männliches Team, an den Start. Insgesamt kämpften 19 Mannschaften um Zehntelpunkte in fünf verschiedenen Leistungs -und Altersklassen.

Die Nachwuchsmannschaft (bis 10 Jahre) ging an die zu turnenden Turnelemente, wie Rondat, Überschläge und Salti, die in den Stand geturnt werden, mit einer verblüffenden Ernsthaftigkeit an. Auch die Tanz-Choreographie am Boden wurde mehr als sauber präsentiert. So ließen die Mädchen alle fünf Teams hinter sich liegen und gewannen erneut souverän den Württembergischen Meistertitel.

Bei der Schülerklasse (8-12 Jahre) sind die Anforderungen um einiges höher. Zum ersten Mal wurden Rondat-Flick-Flacks, Hocksalti-Schrauben, sowie Rondat-Salti rw geturnt. Man wusste, dass in der Ausführungsnote einige Abzüge in Kauf genommen werden mussten. Doch am Ende zählten die Gesamtpunkte und, zu unserem Erstaunen, reichte es abermals zum Württembergischen Meistertitel. 

Trotz ungünstiger Voraussetzungen, da sich eine Turnerin beim Training verletzte, zeigte das Jungendteam (12 Jahre und älter) unverhofft gute Leistungen, obwohl sie die Schwierigkeiten teils herabsetzen mussten. Zum allerersten Mal wurden jedoch Schrauben (bis zu 360 Grad) an Tumbling und Trampette gezeigt. Die stärksten Gegner aus Urach bildeten ihr Team aus Teilnehmern von der Europameisterschaft, die im Oktober in Lissabon stattfinden wird. Am Ende reichte es den Erbachern zu einem hervorragenden 2. Platz und somit zum  Württembergischen Vizemeister. 

In der Offenen Klasse (Jahrgangsoffen) musste auch dieses Team wegen Verletzung auf eine Turnerin verzichten. Doch die Mannschaft kämpfte sich mutig bei allen Disziplinen durch und am Ende gab es strahlende Gesichter und verdient den Medaillenplatz 3.  

Und zu guter Letzt das Jungenteam mit Carlos, Mauricio und Alvaro Schönfeldt-Hartmann, Dennis Barilo und Pascal Popp. Sie hatten sich beim Mini-Team gemeldet und turnten sehr hohe Schwierigkeiten, wie Doppelsalti, Streckschrauben bis 540 Grad sowie Rondat-Flick-Streckschrauben am Minitrampolin. Leider ließen sie bei der Bodendisziplin wertvolle Punkte liegen und konnten den einzigen Gegner aus Plochingen nicht bezwingen. Der 2. Platz bei den Württembergischen Meisterschaften ist trotzdem ein auszeichnendes Ergebnis.

„Es hat sich gelohnt! Ein schöner, langer und anstrengender Wettkampf. Wir haben alles gegeben, Teamgeist gezeigt  und sind sehr stolz auf unsere TurnerInnen.“, so die Kinderturnwartin des TSV Erbach und gleichzeitig Turnwartin für TeamGym im Turngau Ulm.

Die TrainerInnen Gabriele Aggeler, Carla Mock, Melanie Fischer, Karin Berger, Stefanie Hildinger, Isabel Walser und Sepp Hillebrand.


TeamGym

TeamGym ist eine reine Mannschaftssportart, welche sich aus Boden, Trampolin und Tumbling zusammensetzt. Es gibt Herren-, Damen- und Mixed-Teams. Von der Nachwuchs- bis zur Jugendklasse gibt es vereinfachte Anforderungen, welche den Einstieg ins TeamGym für jeden Verein möglich machen. Pro Mannschaft starten sechs bis zwölf Sportler/innen. In der Nachwuchsklasse kann man schon mit vier Aktiven antreten.

 

Disziplin: "Bodenprogramm"

Verlangt wird eine Bodengymnastik mit turnerischen Elementen nach Musik. In diesem Bodenprogramm werden verschiedene verlangt.

·        Formationen

·        Pirouetten

·        Balanceelemente

·        Sprünge und

·        Kraftelemente

Außerdem zeigen die Teams je nach Können Elemente aus dem Turnen, der Akrobatik und dem Tanz. Besonderer Wert wird auf das synchrone Turnen gelegt und die fliessenden Übergänge (Floating) zwischen Gymnastik und Akrobatik und zwischen den einzelnen Formationen. Generell kommt es immer auf die Teamarbeit an. Nicht das Können eines einzelnen Teilnehmers steht im Vordergrund, sondern die Präsentation eines einheitlichen Teams.

Disziplin: "Tumbling"

Bei der Disziplin Tumbling werden von den Teams drei verschiedene Bahnen verlangt. Jeweils sechs Teilnehmer eines Teams gehen dabei nacheinander an den Start. In der ersten Bahn müssen alle Teilnehmer die identische Bahn zeigen. Die zweite und dritte Bahn gibt jedem Teilnehmer die Möglichkeit seine volle Schwierigkeit zu präsentieren. Gezeigt werden Reihen mit einfachen akrobatischen Elementen, wie Flick-Flack oder Handstützüberschlägen bis hin zu verschiedenen Saltis, Schrauben und doppelten Saltis.

Disziplin: "Trampet"

Während früher noch über eine Art Holztisch gesprungen wurde, hat auch in dieser Disziplin der Sprungtisch Einzug erhalten. Die Teams zeigen auch hier drei verschiedene Durchgänge. Dabei bleibt es den Teams überlassen, ob sie zwei Durchgänge mit dem Sprungtisch und einen Durchgang nur mit dem Minitrampolin springen oder eben genau umgekehrt. Dank enormer Sprungkraft und der Unterstützung durch das Minitrampolin werden atemberaubende Höhen erreicht, wie man sie sonst nur von den Trampolinern selber kennt. Auch hier reicht das Repertoire der Sprünge vom einfachen Strecksprung, über Saltis, Schrauben, bis hin zu doppelten oder gar dreifachen Salti.