SSV Ulm 1846 springt beim Bundesliga-Finale aufs Treppchen

Die Kunstturnerinnen des SSV Ulm 1846 haben beim Bundesliga-Finale in Ludwigsburg den dritten Rang erreicht. Souveräner Meister wurde Titelverteidiger MTV Stuttgart.

Mit 189,70 Punkten hat sich der SSV Ulm 1846 beim Bundesliga-Finale der Kunstturnerinnen den Bronzerang vor der TG Karlsruhe-Söllingen (186,55) und hinter dem souveränen Titelverteidiger MTV Stuttgart (206,25) sowie Vizemeister TSV Tittmoning (203,50). Bevor der erträumte Sprung aufs Treppchen bei der ersten Finalteilnahme der Geschichte feststand, mussten die Ulmerinnen allerdings richtig zittern.

Der SSV 46 durfte am Boden in den Wettkampf starten, einem dankbaren Gerät für die strapazierten Nerven so mancher Bundesliga-Finaldebütantin. Annika Göttler durfte den Kampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit einer soliden Übung eröffnen. Das Ulmer Team kam zwar nicht ohne Fehler durch, da die Niederländerin Tisha Vollemann bei ihrer neuen, schwierigen Übung einen Sturz hatte. Dennoch waren die SSV-Turnerinnen nach dem ersten Gerät mit 45,70 Punkten der drittplatzierten TG Karlsruhe-Söllingen (47,15) noch dicht auf den Fersen. Und auch die Gäste aus Baden blieben hier nicht fehlerfrei.

Die hohen Hürden sollten allerdings erst nach den souveränen Auftritten am Ulmer Lieblingsgerät Sprung (51,70) und dem zwischenzeitlichen Erklimmen des dritten Ranges folgen: An Barren und Balken, so viel war schon vor dem Wettkampf klar, würde sich nicht nur der Kampf um den Mannschaftstitel entscheiden, sondern auch das indirekte Duell der beiden Underdogs des Finalkampfs, Karlsruhe und Ulm, ums Podest.

Am einem erstmals eingesetzten neuen Stufenbarren-Modell von Spieth musste Annika Göttler ihre Übung einmal unterbrechen. Ansonsten gaben sich die Ulmerinnen jedoch keine Blöße und verteidigten ihre Platzierung gegen nun am Sprung zweimal stürzende Karlsruherinnen. Dabei gab die in Stuttgart trainierende Pia Meier nach ihrer verletzungsbedingten Pause ein starkes Comeback am Stufenbarren (11,80).

Und der Balken erwies sich für die Turnerinnen von er Donau wieder einmal als Zittergerät. Mit den Stürzen von Annika Göttler, Pia Meier und Topturnerin Tisha Vollemann ließ das Team von SSV-Trainer Gabor Szücs noch einmal richtig Federn. Allerdings hatten auch die Karlsruherinnen am Barren zu kämpfen, so dass das zuvor so stark erturnte Polster hielt. Natalie Wolfgang durfte den Sack mit einem Rückwärtssalto vom Balken zumachen.

Manuela Harant, Südwestpresse


Kunstturnerinnen des SSV Ulm 1846 im DTL-Finale der besten Vier.

Für die Kunstturnerinnen des SSV Ulm 1846 lachte am Wochenende trotz des trüben Novemberwetters in der Potsdamer MBS Arena die Sonne. Einen noch nie dagewesenen sportlichen Erfolg erreichten die beiden Kunstturnmannschaften vom Leistungszentrum Ulm. Das Trainerduo Gabor Szücs und Daniela Nicolai ernten die sportlichen Früchte ihrer Arbeit.

Normalerweise ist für die Ulmer Turnerinnen die Wettkampfsaison mit dem vierten und letzten Wettkampf beendet, diesmal gehören sie aber zu den vier besten Teams, die Ende November in Ludwigsburg um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft mitturnen werden. Neben dem Serienmeister MTV Stuttgart, dem immer stärker werdendem TSV 1861 Tittmoning der TG Karlsruhe-Söllingen werden auch die Ulmer Turnerinnen an den Start gehen. Diesen sportlichen Erfolg hatte am Anfang der Saison wohl keiner auf dem Zettel.

Die Ausgangslage war klar, die TG Mannheim und das Team des TZ DSHS Köln konnten den Ulmerinnen den Finalplatz noch streitig machen. Die Mannheimer Mannschaft hatte in der ausverkauften Potsdamer Halle nicht ihren stärksten Tag und wurden am Ende mit 178,50 Punkten siebter. Allerdings waren die Kölnerinnen sehr stark unterwegs und kamen mit 186,90 Punkten auf den 3. Platz in der Tageswertung, dies reichte letztendlich nicht mehr aus, um das Ulmer Team, das mit 183,15 Punkten hinter Karlsruhe (185,30) fünfter wurde, noch abzufangen. Tagessieger wurden die Stuttgarterinnen (203,95) vor dem TSV 1861 Tittmoning (200,80).

Die österreichische Gastturnerin Marlies Männersdorfer war mit 46,40 Punkten vor der ebenfalls an allen vier Geräten an den Start gehenden Natalie Wolfgang (44,75) Punktbeste. Elisa Gräßler (34,35) startete ebenso wie  Annika Göttler (31,50) an drei Geräten. Janine Berger hatte Probleme am Sprung (12,80), konnte aber am Barren die dritthöchste Tageswertung mit 13,35 Punkten erreichen.

Es sollte am Ende mit 28:28 Punkten dann doch klar zum vierten Platz in der Gesamtwertung reichen. Stuttgart (54:2), Tittmoning (46:10), Karlsruhe (40:16) platzieren sich vor Ulm. Köln (24:32), Mannheim (20:36), Hannover (10:46) und die Steglitzer die mit 2:54 Punkten letzter werden und somit in die 2. Bundesliga absteigen, hinter den Ulmerinnen.


Kunstturnerinnen erhalten sich die Chance auf DTL-Finale

Mit einen vierten Platz beim dritten Wettkampf im niedersächsischen Buchholz haben sich die Kunstturnerinnen vom Leistungszentrum Ulm die Chance auf eine Teilnahme am DTL Finale Ende November in Ludwigsburg erhalten.

Obwohl Pia Meier bei einem Länderkampf in der Schweiz am Start war, holten die Damen vom SSV Ulm 1846 insgesamt 189,50 Punkte und sicherten sich damit auch den vierten Platz in der Gesamtwertung vor dem Team der TG Mannheim, die mit vier Punkten Abstand fünfter sind und sich am letzten Wettkampftag theoretisch noch an Ulm vorbei turnen können.

Die niederländische Gastturnerin und WM Teilnehmerin Tisha Vollemann zeigte einen tollen Gerätemehrkampf und erreichte mit 52,40 Punkten nicht nur gemeinsam mit Lisa Zimmermann vom TSV Tittmoning hinter der Stuttgarterin Kim Bui (54,20) die zweithöchste Punktzahl. Sie ist maßgeblich für das bisherige überraschend gute Abschneiden des Ulmer Teams verantwortlich. Leider fehlt sie am letzten Wettkampftag in Potsdam.

Natalie Wolfgang hatte leider keinen ganz guten Tag erwischt, musste vom Balken und auch bei ihrer Bodenübung denselben einmal verlassen, konnte aber mit  43,65 Punkten noch ganz zufrieden sein. Elisa Gräßler turnte solide und steuerte an drei Geräten 33,45 Punkte bei.

Annika Göttler wird immer stärker und ohne größere Schwierigkeiten an den drei Geräten die sie absolvierte. Am Ende bedeutete dies gute 32,05 Punkte.

Janine Berger, am Heimwettkampf in Ulm noch verletzt, konnte am Sprung mit 13,95 Punkte die Tageshöchstwertung erreichen und auch bei ihrer Barrenübung (13,65) musste sie sich nur Kim Bui (14,30) geschlagen geben.

Auch das Trainerteam Gabor Szücs und Daniela Nicolai zeigten sich sehr zufrieden mit ihrem Team und schauen zuversichtlich auf den letzten Wettkampftag in Potsdam. War das erklärte Ziel doch „nur“ der Klassenerhalt.

Bericht und Bilder Bernhard Kotz


1. Mannschaft

1. Bundesliga


Tabelle / Wettkampftage

Erfolge

1. Bundesliga 2019 | 3. Platz |
1. Bundesliga 2018 | 6. Platz |
2. Bundesliga 2017 | 1. Platz |
2. Bundesliga 2016 | 6. Platz |
1. Bundesliga 2015 | 8. Platz |
1. Bundesliga 2014 | 5. Platz |
1. Bundesliga 2013 | 7. Platz |
1. Bundesliga 2012 | 6. Platz |
2. Bundesliga 2011 | 1. Platz |
2. Bundesliga 2010 | 4. Platz |
Regionalliga  Süd  2009 | 3. Platz|