TurnGala 2018 ,,KALEIDOSKOP“

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Jahr für Jahr begeistert die TurnGala des Schwäbischen und Badischen Turnerbunds die Zuschauer. Zum Jahreswechsel 2017/2018 wird euch nun zum 19. Mal eine internationale Show aus Turnen, Gymnastik, Sport präsentiert.

Die diesjährige Tour steht unter dem Motto ,,KALEIDOSKOP“: Sportler, Artisten und Künstler präsentieren dabei ihre weltklasse Darbietungen. Sie zeigen Höchstleistungen am laufenden Band und eine einzigartige Mischung aus Theater, Sport, Musical und Varieté.

Wer sich über Veranstaltungsorte und Künstler informieren möchte, oder im Vorfeld schon Tickets für Ulm am 4.1.2018 sichern möchte, dann dies auf der Internetseite www.turngala.de tun. Der regionale Kartenverkauf startet bei der Geschäftsstelle Mitte Oktober.


Viel sehenswerte Bodies und satte Beats

Die TurnGala des Schwäbischen und BadischenTurnerbundes bleibt eine Ver­anstaltung der Extraklasse. Das wurde am zweiten Tag des neuen Jahres ein­drucksvoll unter Beweis gestellt, als das Programm „Bodies and Beats" in der Ratiopharm-Arena mehr als 3000 Zu­schauern begeisterten Applaus abver­langte. Turnen, Gymnastik, Artistik, Ge­sang, sehenswerte Bodies, viel buntes Licht und satte Sounds waren wieder der Mix, der die TurnGala ausmacht. 

Die Stimmung zweieinhalb Stunden hoch halten, das muss man erst einmal schaffen. Dem Ensemble, das Regisseur Harry Stephan für „Bodies and Beats" zusammengestellt hat, ist es mühelos gelungen. Das Power­team Denmark sorgte gleich zu Beginn auf einer 20 Meter langen Tumbling-Bahn für ein Feuerwerk an Sprüngen mit Saltis und Schrauben, was im zweiten Teil noch gestei­gert wurde. Noch bei jeder TurnGala wird et­was Neues präsentiert. Das dürfte dieses Mal für Robert Wolf gelten, der unter seinem Künstlernamen Robeat als Beatboxer für Fu­rore sorgt. Was er mit Mund und Mikrofon an Geräuschen produziert, lässt einfach nur staunen. Und wer so versiert mit Mikrofonen umgeht, der kann auch Zwischenmoderatio­nen, was den eigentlichen Moderator Mi­chael Branik entlastet, der dafür hinter den Kulissen für gute Laune sorgt. Erzählt man. 

Absolute Körperbeherrschung demons­trierte die Weltklasse-Kontorsionistin Alena Ershova. Verblüffend, wie sie sich im Handstand schlangengleich verdreht und - sicher der Höhepunkt - drei Reifen gleichzeitig kreisen lässt. Ebenfalls körperliche Höchst­schwierigkeit leistet Dergin Tokmak, der im Alter von acht Monaten an Kinderlähmung erkrankte. Er meistert sein Schicksal als Breakdancer unter Zuhilfenahme von Krücken. Eine beeindruckende Vorstellung, die höchsten Respekt abnötigt. Für den Humor waren Sumo-Boys auf dem Trampolin zustän­dig, für turnerische Ästhetik Bundesliga-Tur­ner aus dem badischen Bereich, Rhythmische Sportgymnastik vom feinsten wurde von Ju­dith Hauser, Camilla Pfeffer und Karolina Ras­kina präsentiert, die im Zusammenspiel mit Nadine Stockmann auch Leonard Cohens Song „Halleluja" in Szene setzten. Zum ruhigeren, aber nicht weniger beeindruckenden Teil gehörte Weltmeister Marcel Schawo mit, auf und in seinem Rhönrad. 

Glanzlichter des Abends waren aber zwei-fellos die vier russischen Artisten der „Atlan­tis Group" mit ihren dreistöckigen Pyrami­den, garniert mit Handstand und gestreck­ten Salti, perfekt auch „ Hyperhook" als kar­tenspielende Turnakrobaten, deren trotz der Rasanz immer synchron bleibenden Bewe­gungen und ausdrucksstarke Mimik begeis­terten. Insgesamt eine gelungene Show, die vom STB-Performance-Team mit Lichtstä­ben begleitet wurde. 

Die TurnGala-Beteiligten freuten sich über die „guten Noten", die sie nicht nur in der Ratiopharm-Arena bekamen und darü­ber, dass fast alle Vorstellungen ausverkauft waren. ,,Alles gut gelaufen", zog STB-Pro­jektleiterin Kristine Hartmann nach der Ver­anstaltung in Neu-Ulm ein erstes Fazit. Es habe ein paar Erkältungen gegeben, aber nichts schwerwiegendes. Und Jörg Hoppen­kamps, Geschäftsführer der STB-Marketing und Event GmbH, machte aus seiner Begeisterung kei­nen Hehl: ,,Das ist ein Programm für die ganze Familie, bietet für jeden Ge­schmack etwas und lässt den fun­ken auf das Publi­kum schnell über­springen". Daran haben allerdings auch die Kinder­gruppen ihren An­teil, die auch in Neu-Ulm die Ver­anstaltung eröff­neten. 

Der FV Asch war mit 39 Buben und Mädchen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren dabei, prä­sentierte zum Thema „ Olympia", was in wo­chenlanger Arbeit einstudiert wurde. ,,Alle haben super mitgemacht" lobte Jugendlei­terin Claudia Schlumpberger. Und von den Rängen rauschte der Beifall nicht nur der 100 Fans, die sich diesen Auftritt nicht entgehen ließen. Mächtig geübt hatten auch die Kin­der der Lachatrapper Domstadt, die erst mit einer Garde und dann als Piraten zeigten, was sie draufhaben. Die neunjährige Svenja hatte trotz großer Aufregung ihren Spaß. Zu­mal die größte Schwierigkeit, ein Standspa­gat, problemlos klappte. Und auch das Leis­tungszentrum Ulm präsentierte sich ge­wohnt souverän. Und überraschend mit Bundesligaturnerin Natalie Wolfgang, die es nach ihrer Hüftoperation „mal probieren" wollte und „keine Probleme" hatte: ,,Ich musste aber auch nicht viel machen". wfr

15.000-Euro-Scheck für den Turngau Ulm von der Sparda-Bank

Ein Programmpunkt bei der TurnGala ist noch in jedem Jahr unverändert: die Scheck-Übergabe von der Sparda-Bank an den Ausrichter Turn­gau Ulm. Stephan Birnbaum, der Filialleiter der Ulmer Sparda-Filiale (rechts), hatte zudem die erfreuliche Nachricht, dass auch dieses Mal nicht gekürzt wurde. So wechselte ein überdimensionaler Scheck in Höhe von 15.000 Euro vor Turn Gala-Moderator Michael Branik den Be­sitzer. Erstmals nahm ihn Martin Ansbacher (Zweiter von links) entgegen, der neue Präsident des Turngaus und Nachfolger von Reinhold Eich­horn, der bisher immer ins Rampenlicht der Ratiopharm-Arena durfte. Ansbacher bedankte sich für die Unterstützung, die für die Arbeit in der Turngau-Jugend eingesetzt werde: ,,Das kommt gut an, wie man an den Gruppen sieht, die gerade aufgetreten sind". Ansbacher lobte aus­drücklich das Engagement der Gruppen aus Asch, Dornstadt und vom Leistungszentrum. Karlheinz Rößler (links) vom STB freute sich darüber, dass es zum Jahresbeginn wieder eine solch tolle Nachricht gebe und sagte sowohl Sponsoren als auch dem Turngau „vielen Dank". Stephan Birnbaum wiederum nannte als Grund, warum die Sparda-Bank den Sport und hier den Nachwuchsbereich fördert, ,,einfach, weil wir hier in der Region tätig sind".